
Die Auswahl geht über die Reinheit hinaus
Eluentenzusätze können Ladungszustand, chromatographisches Verhalten und Ionisierungsantwort eines Analyten beeinflussen. Säulengrenzen, Ionenquelle, Detektionsmodus und validierte Methode sind gemeinsam zu berücksichtigen. Die Bezeichnung LC-MS garantiert nicht für jeden Analyten dieselbe Leistung.
Ameisensäure, Ammoniumacetat und Ammoniumformiat erfüllen unterschiedliche chemische Aufgaben. Ein Austausch ist nicht allein durch Zugabe derselben Menge abgesichert, sondern im Änderungsverfahren des Labors zu bewerten.
Bei Fertigmischungen v/v und w/v unterscheiden
Ameisensäure in Wasser oder Acetonitril und Ammoniumacetat in Wasser können auf unterschiedlichen Konzentrationsangaben beruhen. 0,1 % v/v bedeutet Volumen/Volumen, 0,1 % w/v Masse/Volumen. Diese Angaben dürfen nicht unmittelbar gleichgesetzt werden.
- Genauen Produktcode und Zusammensetzung der Fertigmischung prüfen.
- Konzentrationsbasis und Herstellertoleranz im TDS nachlesen.
- Eine Fertigmischung nicht ohne Spezifikationsvergleich mit einem selbst angesetzten Eluenten gleichsetzen.
TFA: Peakform und MS-Signal getrennt bewerten
TFA kann bei manchen Trennungen die Peakform verbessern, zugleich aber Ionensuppression in der Massenspektrometrie verursachen. Ein TFA-haltiges Produkt in LC-MS-Qualität ist deshalb nicht automatisch die bevorzugte Wahl für jede MS-Methode. Erforderliche Trennleistung und akzeptables MS-Signal müssen zusammen bewertet werden.
Angaben vor der Bestellung
- Analytengruppe, Säule, Ionenquelle und Methodenreferenz.
- Zusatz oder Fertigmischung, Konzentrationsbasis und Gebindegröße.
- Benötigte technische Daten, Sicherheitsdatenblatt und Chargennachweise.
- Änderungs- und Eignungskriterien des Labors bei einem Produktwechsel.
Quellen
Primäre und institutionelle Quellen, die für diesen Beitrag herangezogen wurden.
Bildnachweis: Nick Birse · Quelle · CC BY-SA 4.0


