
Standard an Messbereich und Sensor anpassen
Bei einem Leitfähigkeitsstandard genügt es nicht, das gebräuchlichste Gebinde zu wählen. Erwarteter Probenbereich, Sensorbereich, Zellkonstante und Kalibriermöglichkeiten des Geräts gehören zusammen. Die Produkte mit 84, 147, 1413, 12880 und 50000 µS/cm bieten verschiedene Stufen; nicht jede ist für jeden Sensor geeignet.
Kalibrierung und anschließende Verifizierung haben unterschiedliche Aufgaben. Das Laborverfahren beziehungsweise der Gerätehersteller sollte die Punkte und Akzeptanzkriterien vorgeben.
Warum wird 25 °C angegeben?
Die Leitfähigkeit einer Lösung ändert sich mit der Temperatur. Referenztemperatur, tatsächliche Messtemperatur und Kompensationseinstellung müssen zusammen betrachtet werden. Derselbe Temperaturkoeffizient passt nicht zwangsläufig zu einem anderen Standard oder einer Probe; Produktunterlagen und Geräteanleitung sind maßgeblich.
Einheiten und Kontamination prüfen
µS/cm und mS/cm sind unterschiedliche Skalen derselben Messgröße: 1000 µS/cm entsprechen 1 mS/cm. Eine andere Anzeigeeinheit darf nicht mit einem tatsächlichen Produktunterschied verwechselt werden. Eingetragene Verunreinigungen aus Behältern oder Elektroden können insbesondere bei niedriger Leitfähigkeit die Bewertung beeinflussen.
- Flasche nach Herstellervorgaben verwenden und vor Kontamination schützen.
- Charge, Nutzungsdatum, Temperatur und Ergebnis dokumentieren.
- Unsicherheit und Gültigkeit nur aus der jeweiligen Produktdokumentation übernehmen.
Eine eindeutige Angebotsanfrage formulieren
Leitfähigkeitswert und Einheit, Referenztemperatur, Geräte- und Sensormodell, Zellkonstante sowie Gebindegröße nennen. Ohne technische Bewertung nicht auf eine andere Stufe oder ein anderes Produkt ausweichen. Leitfähigkeitsstandards sind hinsichtlich ihres Zwecks weder pH-Puffer noch IC-Analytstandards.
Quellen
Primäre und institutionelle Quellen, die für diesen Beitrag herangezogen wurden.
Bildnachweis: MediaLab TH Köln · Quelle · CC BY-SA 4.0


